Regionale Oliven aus Kornelkirschen

 

Regionale Oliven aus kornelkirschen

Bei einer mundräuber-Tour im Juni habe ich mich auf die Suche nach Kirschbäumen gemacht. Mitten in Berlin gibt es in einem Park unzählige Kirschfundorte. Dort müssten doch Kirschen im Juni zu finden sein. Doch zu meiner Überraschung fand ich zwar keine Kirschen, jedoch andere Leckereien. Der- oder diejenige, der die Fundorte eintrug, kannte wohl keine Kornelkirschen. Denn statt der normalen Süß- oder Sauerkirschbäume fand ich dünne grüne Kornelkirschen an Sträuchern vor.

Kornelkirschen reifen etwa Mitte August bis Ende September und werden bei Vollreife dunkelrot. Doch du kannst Kornelkirschen schon ernten, noch bevor sie reif werden. Sie werden noch grün geerntet und können wie Oliven eingelegt werden. Damit sie etwas mehr Masse haben und sich die Ernte auch lohnt, solltest du bis zum Juli bis Anfang August warten, denn im Juni sind sie noch recht klein und dünn. Zwar wachsen hier in Deutschland keine echten Olivenbäume. Diese eingelegten “falschen” Oliven aus Kornelkirschen kommen ihnen geschmacklich aber sehr nahe.


Regionale Oliven aus Kornelkirschen

Du brauchst:

  • 1 kg unreife Kornelkirschen
  • 1 l Wasser
  • 300 g Salz
  • optional Knoblauchzehen, und/oder Gewürze wie Lorbeerblätter, Nelken, Oregano, Thymian
  • desinfizierte Schraubgläser

Zubereitung:

  1. Das Wasser zum Kochen bringen und das Salz darin auflösen.
  2. Wer mag kann jetzt die Gewürze mit dazugeben.
  3. Die Kornelkirschen in das Glas geben und mit der abgekühlten Salzlake übergießen.
  4. Zum Schluss das Glas mit dem Deckel fest verschließen.

Die so eingelegten Oliven sind wegen des hohen Salzgehalts unbegrenzt haltbar.

Wenn du regionale “falsche” Oliven magst, kannst du gegen Oktober/November auch Oliven aus Schlehen herstellen.


Gibt es Verwechslungsmöglichkeiten mit der Kornelkirsche?

Die Kornelkirsche gehört zur Familie der Hartriegelgewächse und kann deshalb mit dem Roten Hartriegel verwechselt werden. Zumindest sehen ihre Blätter sich sehr ähnlich. Der Rote Hartriegel bildet jedoch blaue statt rote Früchte, die roh zwar nicht giftig, aber ungenießbar sind. Die Blätter der Kornelkirsche sind oval und zugespitzt und enthalten drei bis fünf Adern entlang der Mittelrippe. Dort wo die gegenständigen Blätter sitzen, entspringen mehrere langgestielte, längliche, bis zu zwei Zentimeter große Früchte. Der Rote Hartriegel besitzt ebenfalls gegenständige Blätter, die drei bis fünf Blattnerven enthalten. Allerdings sitzen die schwarzblauen kugelig runden, bis zu 8 Millimeter großen Früchte endständig in einer Schirmrispe, siehe Bild.

Kornelkirsche Unterschied Hartriegel

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