Warum in die Ferne schweifen, wenn die Brennnessel so nah


Bietet eine Pflanze oder Frucht gleich mehrere gesundheitsfördernde Inhaltstoffe, macht sie seit einigen Jahren als Superfood Schlagzeilen. Viele Vitamine, Proteine, Mineralien und Omega-3-Fettsäuren, gute Transport- und Lagereigenschaften und natürlich Marketing verhelfen der einen oder anderen Pflanze zu seltener Berühmtheit. Brechen wir einen Stengel für die stechende Nessel, die uns zeigt, wo der Stickstoff hängt.

Die Brennessel im Lichte des Superfoods.
Die Brennnessel im Licht des Superfoods

Neben ihren guten Eigenschaften für die Textilherstellung bietet Urtica dioica von April bis September zahlreiche wertvolle Pflanzenteile und Inhaltsstoffe, die wir pflücken können. Angefangen mit den frischen Trieben im Frühjahr, die sich als Wildgemüse wunderbar zu Salat, Spinat, Smoothie und Pesto verarbeiten oder als Tee aufgießen lassen, frohlocken ab Juli die Blütenstände und ab September die begehrten Samen.

Brennnesselsamen enthalten neben einer guten Dosis Vitamin A, B, C, E, Kalium Kalzium und Eisen auch beachtliche Mengen ungesättigter Fettsäuren: Das macht sie neben Fisch und Leinsamen zu einer interessanten Alternative für Chiasamen. Die Samen werden am besten an der frischen Luft getrocknet und versorgen uns dann durch den Herbst.

Jetzt aber erstmal raus an die frische Luft und die zarten Sprossen begrüßen, die in Laub und Krautschicht knistern. Kennst auch du lokale Alternativen zu Superfood aus aller Welt, die du mit der Community teilen und vielleicht auf einer eigenen Tour gemeinsam entdecken möchtest?