Ist die Felsenbirne essbar?

Sie ist eher unscheinbar und dennoch ein häufiger Gast in Parks, Weg- und Straßenböschungen oder an Gebirgshängen: die Felsenbirne. Doch inwieweit ist die Felsenbirne essbar? Und was hat es sonst so mit der fremden Schönheit auf sich?

Die Felsenbirne mit Käfer Bild: CC0/Pixabay

Warum die Felsenbirne die Birne im Namen hat, ist ein Rätsel. Mit der Birne hat sie lediglich die Familie der Rosengewächse gemein. Ähnlich wie Apfelkerne enthalten Blätter und Samen der Felsenbirne geringe Mengen cyanogener Glykoside. Wie der Wortstamm "cyan" erahnen lässt, sind solche Glykoside Blausäure abspaltend. Deshalb kann der Verzehr einer großen Menge zerkauter Samen oder unreifer Früchte zu Verdauungsbeschwerden führen. In Maßen sind beim Genuss frischer Früchte keine gesundheitlichen Folgen zu befürchten.




Im Gegenteil, es lohnt sich! Felsenbirnen schmecken süßlich und erinnern entfernt an Marzipan. Da sie von Natur aus viel Pektin enthalten, eignen sie sich wunderbar für Marmeladen oder Gelees. Zudem sättigt Pektin (Ballaststoff) und unterstützt die Verdauung. Schon im Juli kannst du die kleinen dunklen Früchte ernten und deinen Vitaminhaushalt, insbesondere Vitamin C, auffrischen. Sogenannte Flavonoide wirken sich positiv auf Gefäße und Herz aus. Somit ist die Felsenbirne essbar UND du tust noch etwas Gutes für deine Gesundheit.

Weltweit existieren etwa 25 verschiedene Arten, von denen einige als Ziersträucher heute den heimischen Garten schmücken.

Hier ein einfaches Rezept für Felsenbirnen-Gelee, das du leicht mit anderen saisonalen Früchten wie Kirschen kombinieren kannst:

• 600 g Felsenbirnen
• 400 g Beeren, z.B. Himbeeren oder Sauerkirschen
• 500 g Gelierzucker

Felsenbirnen waschen, abtrocknen und mit einem Mixer pürieren. Anschließend streichst du sie durch ein Sieb oder die Flotte Lotte. Zerdrücke die Beeren (alternativ die Kirschen entsteinen und ebenfalls pürieren) und vermengst diese mit dem Saft der Felsenbirnen sowie dem Gelierzucker. Gib die ganze Masse in einem Topf, koche sie unter Rühren auf und lasse sie mindestens drei Minuten weiter kochen.

Eventuell musst du eine Gelierprobe durchführen, d.h. du gibst etwas von der Masse auf einen Teller, lässt sie abkühlen und schätzt dann die Festigkeit nach deren Abkühlung ein. Ist die Masse zu flüssig, verlängerst du ganz einfach die Kochzeit. Abschließend füllst du die heiße Masse in desinfizierte bzw. ausgekochte Gläser verschließt diese fest.