Warum Rohkost so toll ist


Rohkost ist knackig-lecker, gesund, einfach, schnell und vielseitig. Was gilt aber überhaupt als Rohkost, worauf sollte man bei der Rohkosternährung unbedingt achten und welche tollen Speisen kann man damit zaubern, die vielseitig und lecker schmecken?

Das alles ist Rohkost
Rohkost ist die Zubereitung von Speisen aus rohen Zutaten, ohne sie durch Erhitzen, Gärung oder andere Prozesse zu verändern. Vornehmlich denken da die meisten zurecht an rohes Obst und Gemüse.

Rohkost

Kräuter, Nüsse, pflanzliche Öle oder Käse aus Rohmilch gehören aber ebenso zur Rohkost-Ernährung. Sich wirklich von Rohkost zu ernähren, bedeutet allerdings eine große Umstellung. Nicht zu dieser Ernährung gehören nämlich:

  • Eier, da sie roh eher nicht zum Verzehr geeignet sind
  • Milchprodukte aus normaler Milch, da diese mittels Wärme verändert wurde, um Keime abzutöten; Alternativen sind Produkte aus Rohmilch.
  • Marmeladen und Konfitüren, da die Früchte eingekocht werden müssen
  • Eingemachtes, da es entweder eingekocht oder mittels Gärung haltbar gemacht wird. Sauerkraut mag frisch schmecken, ist aber keine Rohkost.
  • Kaffee und Tee - hier werden die Zutaten erhitzt, daher sind es keine Rohkost-Getränke. Abwechslungsreiche Alternativen bilden Säfte und Smoothies, damit man nicht nur Wasser trinken muss.

Darum ist Rohkost so gut
Rohkost wartet dabei mit einer ganzen Reihe an Vorteilen auf. Sie ist:

  • Nährstoffreich: Vitamine und Spurenelemente, die durch Kochen verloren gehen, bleiben erhalten.
  • Energiegeladen: Die zusätzlichen Nährstoffe verleihen mehr Energie und Vitalität.
  • Kalorienarm: Rohe Kost ist kalorienarm und außerdem schwerer verdaulich, daher bleibt man länger satt. Deshalb steht Rohkost auf den meisten Diätplänen.
  • Schnell: Durch den Verzicht aufs Kochen und Backen ist die Nahrung schneller zubereitet.
  • Flexibel: Man muss nichts kochen und kann so einfach zwischendurch etwas essen.
  • Energieeffizient: Ohne Kochen spart man eine Menge Strom.
  • Vegan: Die Rohkost-Ernährung macht es einfacher, sich komplett vegan zu ernähren. Die meisten tierischen Produkte dürften ohnehin nicht als Rohkost gelten, da sie weiterverarbeitet wurden.
  • Vielseitig: Die Rohkost-Küche kann sehr vielseitig sein. Möglich sind nicht nur Salate und Smoothies, sondern auch Desserts, Kuchen und sogar Brote. Leckere und ausgefallene Rezepte von Suppen und Smoothies bis hin zu Pralinen gibt es unter rohkost-rezepte.de

Das muss man bei Rohkost beachten
Ausgewogenheit: Rohkost hat sehr viele Vorteile, doch viele Rohköstler begehen den Fehler, sich zu einseitig zu ernähren. Gerade, wer sich von vielen rohen Zutaten ernährt, muss auf eine ausgewogene Ernährung achten. Eine ausgewogene Zusammensetzung aus Rohkost und gekochter Nahrung ist der beste Weg. Viele Nährstoffe kann unserer Körper tatsächlich besser aus der Nahrung herauslösen, wenn sie zumindest leicht angedünstet ist. Das Betacarotin aus Karotten löst sich beispielsweise besser, wenn man die Möhren leicht in etwas Öl andünstet. Einige Gemüsearten sind roh kaum oder gar nicht verdaulich, z. B. Kartoffeln oder die meisten Hülsenfrüchte. Dabei sollte man bei einer gleichmäßigen Verteilung anfangen und dann ggf. in Richtung Rohkost steigern. 20 Prozent sollten allerdings immer noch gekocht bzw. gebacken sein.
Mineralstoffe: Schnell kann es zu einer Entmineralisierung und entsprechenden Folgeerscheinungen kommen. Besonders, wenn man auf Obst und Gemüse aus dem Supermarkt zurückgreift. Wildobst und Wildkräuter sind daher die Lösung bei einer Rohkosternährung. Sie enthalten viele wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Bei Früchten sind es besonders Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren, die viele Mineralstoffe enthalten. Das kommt jedem Mundräuber doch gut gelegen, oder? Eine weitere Lösung, um den Mineralstoffhaushalt im Gleichgewicht zu halten, sind Wildkräuter-Smoothies. Smoothies haben den Vorteil, dass die Nahrung schon "vorverdaut" wird und der Körper einen höheren Anteil an Nährstoffen daraus lösen kann.
Süße oder Fett: Wer viele süße Früchte zu sich nimmt, sollte mit der Aufnahme von Fett und Öl sparsamer sein und umgekehrt. Zu fetthaltiger Nahrung zählen z.B. Nüsse, Samen, Avocado, Pflanzenöle und Rohmilchkäse. Wenn der Fettanteil unter 10 Prozent liegt, kann der Körper die Fruktose aus den Früchten besser aufnehmen. Ansonsten würde der Blutzuckerspiegel ansteigen und mehr Insulin ausgeschüttet werden. Dadurch erhöht sich der Bedarf des Körpers an Mineralstoffen, was wiederum zu einer Entmineralisierung führen kann. Auch mit Zucker, Zuckerersatzstoffen, Honig, Agavendicksaft, Datteln, Trockenfrüchten und Rohkost-Schokolade sollte man deshalb sparsam umgehen.
Verträglichkeit: Es gibt Menschen, vor allem ältere, die aufgrund ihrer Darmkonstitution kaum oder gar keine Rohkost vertragen; auch Babys vertragen anfangs gar keine Rohkost. Wenn man merkt, dass man nach einer Umgewöhnungsphase immer noch mit starken Überreaktionen wie Blähungen und Magenschmerzen zu kämpfen hat, sollte man die Rohkost besser reduzieren.

Diese Gerichte kann man mit Rohkost zaubern

Rohkost Gerichte
  • Salate: Geraspelte Möhren auf Feldsalat mit Rapsöldressing
  • Vorspeisen: Mandarinen-Sorbet
  • Kalte Suppen: Scharfe grüne Suppe mit Zucchini, Ingwer, Kohlrabi und Apfel
  • Hauptgerichte: Zucchini-Pasta mit Rohmilchkäse
  • Desserts: Kekse mit Marmelade
  • Kuchen: Vegane Schokoladen-Torte (ohne Milch, Eier, Mehl und Backen!)
  • Cracker: Getrocknete Rotkohl Chips
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