Trinken ist fertig! Das 3. mundraub-Erntecamp und 20.000 Liter Saft


20 freiwillige MundräuberInnen ließen sich an einem völlig verregneten Samstag morgen nicht vom Wetterbericht aus der Ruhe bringen und fuhren mit Sack und Pack zum Erntecamp ins Havelland. Das letzte mundraub-Erntecamp war ein gelungener Abschluss der Erntesaison für uns. Am Ende floss wieder eine Menge Saft aus der Handpresse.

Mit dem dritten Erntecamp haben wir weitere 9 Tonnen Äpfel und damit im Herbst insgesamt rund 25 Tonnen vergessene Früchtchen geerntet. Das ergibt zirka 18 000 Liter Apfelsaft. Prösterchen!

Schon das erste mundraub-Erntecamp fand auf der alten Plantage bei Fehrbellin statt. Wir sind im Oktober noch einmal wieder gekommen um die spätreife Sorte Ontario von den Bäumen zu holen und vom Boden aufzulesen. Inzwischen haben wir eine gute Ausrüstung beisammen: Mit selbstgebastelten Erntehaken haben wir die Bäume um ihre Äpfel erleichtert, die nicht leicht zu erklimmen waren. In irgendeiner Ecke der Obstwiese ließ sich stets das Prasseln von fallenden Äpfeln vernehmen. Viele fleißige Hände sammelten die Früchtchen in Kisten und Säcke, Alex und der Radlader lieferten dann express in den Container.  
Dem verregneten Samstag folgte ein freundlicher und wärmender Sonntag, ein richtiger Erntedank für uns alle. Ein Eintopf mit regionalen Gewächsen frisch eingefahren aus der Bio Company stärkte uns in der Mittagspause.
 
Die Most-Meister Malte, Birk und Erik übernahmen mit viel Eifer den gesamten Produktionsprozess: Das Befüllen der Handpresse, das Schreddern und Pressen der Äpfel und das Abfüllen und Anpreisen des leckeren frischen Apfelsaftes. Die `übrigen` Äpfel gingen zur Mosterei nach Ketzür.
Herr Uhlemann, Fotograf der Bundesgartenschau 2015, hat ein paar Bilder davon gemacht, wie die letzten Säcke für den BUGALOO geerntet wurden. Dass dieser Saft erst durch den Einsatz und das Engagement von Freiwilligen möglich wurde steht auf jeder der 80 000 Flaschen, auf dem Etikett wird diese Leistung honoriert, seht selbst und schaut euch das Etikett genau an (rechts im Bild). 

Der BUGALOO ist inzwischen abgefüllt und überwintert in der Mosterei Ketzür bis er dann im Frühjahr wieder raus kann: auf die Tische und Wiesen in Havelberg, Rathenow, Rhinow, Premnitz und Brandenburg (Havel). Die Buga 2015 findet in der Havelregion statt, einer Obstbauregion, die auch einiges an Alleenobst und Streuobstwiesen zu bieten hat. Da sie oftmals nicht gepflückt werden, verderben deren Früchte nicht selten. Auf der Buga gibt es im nächsten Jahr den BUGALOO, einen naturtrüben Direktsaft von Äpfeln aus der Region. Das ist naheliegend und geschmacklich nicht mit einem Apfelsaft aus Konzentrat vergleichbar. Überzeugt euch selbst davon! Zum Beispiel auf der BuGa (April – Oktober 2015) oder bei einer regionalen Mosterei.

Vielen Dank allen Mundräuberinnen und Mundräubern für das schöne gemeinsame Herbstwochenende!

Wir wünschen euch farbenfrohe Herbsttage und freuen uns auf ein Wiedersehen.

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Liebe Kräutertante,

der Saft wird auf der Bundesgartenschau 2015 ausgeschenkt. Die Gastronomen haben der Mosterei den Saft abgekauft. Für die Organisation, Durchführung und Nachbereitung der drei großen Erntecamps haben wir von der Mosterei Ketzür Mittel erhalten, die Mosterei hat diese Erntecamps also durch einen Ankauf des Obstes von uns ermöglicht. beim Wort Bundesgartenschau lässt sich womöglich ein dickes Geschäft für uns uns vermuten. Dass dem nicht so ist, kannst Du auf unserer Projektseite zum BUGALOO (http://mundraub.org/buga2015) nachlesen, so z.B. in einem von Kai verfassten Blogbeitrag zum Thema: http://mundraub.org/blog/bugaloo-unsere-ernte-camps-und-offenbarung

Tatsächlich sind solche Aktionen immer mit viel ehrenamtlichem Engagement verbunden, es sei denn, man hat einen Sponsor oder anderen starken Partner an seiner Seite. Auch ind esiem Jahr wird es Erntecamps im Rahemn des Wissenschaftsjahres Zukunftsstadt geben. Wenn Du mehr zum Projekt erfahren willst, informiere dich hier http://mundraub.org/zukunftsstadt und nimm Kontakt mit Andie auf.

Liebe Grüße aus der Räuberhöhle,

Konstantin

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Was passiert mit dem Saft, wird er verkauft? Wofür wird das Geld verwendet?