Ran ans Obst!


Durch die symbolische Stadternte von Mirabellen und Pflaumen macht Bundesforschungsministerin Johanna Wanka im Wissenschaftsjahr auf den Reichtum an Nutzpflanzen im öffentlichen Raum aufmerksam. „Stadtnahe Obstbäume und Streuobstwiesen sind eine umweltfreundliche Quelle für schmackhaftes Essen, die wir besser nutzen sollten“, sagte Wanka am Montag bei einem Erntecamp im Berliner Stadtteil Mariendorf. „Das fördert auch das Bewusstsein für regionale Lebensmittel und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Nachhaltigkeit“.

Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie begleitet die Aktion und die Erntecamps der Organisation mundraub wissenschaftlich. Es ermittelt das Potenzial der stadtnahen Lebensmittelversorgung für den Umweltschutz und erarbeitet Vorschläge, wie die Menschen hierfür angesprochen werden können. 

Auf der Bundesgartenschau in Brandenburg wird bereits Saft von Äpfeln angeboten, die im vergangenen Jahr von über 60 Helfern von Bäumen auf brandenburgischen Freiflächen geerntet wurden. Die Aktion wurde durch mundraub organisiert. Deren Internetplattform (mundraub.org) wird von mehr als 30.000 Menschen genutzt, die lokale Ernten organisieren. mundraub-Gründer Kai Gildhorn sagt: „Es ist für uns beeindruckend, wie viele Menschen sich von der mundraub-Idee begeistern lassen, und bereit sind, ihre Perspektive auf die Landschaft zu ändern, eigene Ideen entwickeln und sich mit uns engagieren“.

Der Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Franz-Reinhard Habbel, sieht darin einen Weg, die Grünflächen in Städten besser zu erhalten und zu nutzen: „Bürgerinnen und Bürger machen damit brachliegende Flächen zu Orten der Stadtgesellschaft. Projekte wie die „essbare Stadt“ oder die Ernte von Streuobstwiesen dienen nicht zuletzt der Selbstorganisation und dem bürgerschaftlichen Engagement.“

Die Stadternte macht im Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt auf den Reichtum an Nutzpflanzen im öffentlichen Raum aufmerksam. Die wissenschaftliche Begleitforschung hierzu wird im kommenden Jahr veröffentlicht.

Update:

Frau Wanka hatte sichtlich Spass bei der Stadternte mit den Mundräubern. Vielen Dank an alle Beteiligten :)

Stadternte mit Frau Wanka Wissenschaftsjahr 2015 - Zukunftsstadt)
Pressegespräch: v.l.n.r.: Franz-Reinhard Habbel (DStGB), Forschungsministerin Johanna Wanka, Stadtrat Daniel Krüger, mundraub-Gründer Kai Gildhorn (© Wissenschaftsjahr 2015 - Zukunftsstadt)

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Hallo, großes Lob von mir für die Idee und Ausführung! Meine Bitte: wo finde ich Adressen im Plz-Bereich 45470 (Mülheim a.d.Ruhr, Essen, Duisburg und Oberhausen?Vielen Dank im Vorraus mfg C.KaldeweiI-mail: Kaldewei099@gmail.com

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Das ist eine tolle Initiative, die nicht nur die jeweilige Region stärkt, sondern auch das Bewusstsein für einander und somit auch das Miteinander.