Janz Berlin is eene Kürsche


Läuft dieser Tage mit „auf Kirsche modifiziertem mundraub-Sensor“ aufmerksam durch die Hauptstadt traut man seinen Augen kaum. Sie sind überall, auf dem Parkplatz bei Kaisers, im Thälmann Park, am Straßenrand der Wisbyer-, Wiener-, Naugarder Straße...man könnte unendlich viele Straßen und Plätze aufzählen, wo kleine Schwarze, große Helle, knackige Rote zu Hauf an den Bäumen hängen und mittlerweile auch schon auf dem Bürgersteig liegen. Wer es nicht glaubt, der sollte an der aktuellen Kirschen-mundraub-Tour teilnehmen.

mundraub-Tour hat Geburtstag!

Zum langen Tag der Stadtnatur am 20./21. Juni 2015 jährte sich unser Projekt mundraub-Tour zum ersten Mal. In diesem Jahr erreichten wir viele junge und alte Städter, Zugezogene und Touristen und bewirkten einen nachhaltigen Perspektivwechsel im Hinblick auf die essbare Stadtnatur. Der positive Zuspruch spornt uns an, auch zukünftig mehr Menschen dazu zu bringen, ihre Stadt mit neuen Augen zu sehen. Aber nun zurück zu den Kirschen! Wir starteten wieder genau dort wo alles begann, am Planetarium in der Prenzlauer Allee.

Maulbeeren, Johannisbeeren, Kirschpflaumen...

Die Tour führte die neugierigen großen und kleinen Mundräuber zu bekannten und unbekannten essbaren Bäumen und Sträuchern. Welche Geschichte verbirgt sich wohl hinter dem Apfelbäumchen neben dem Thälmann-Denkmal? Wie schmecken weiße Maulbeeren frisch vom Baum? Sind Johannisbeeren an einer vielbefahrenen Straße eigentlich belastet? Wann, wo und wieviel darf ich ungestraft ernten? Kann man die Früchte der rotbelaubten Kirschpflaume essen? Sind Felsenbirnen eine Art Birne? Gibt es giftige Kirschsorten? Diese und weitere Fragen wurden während der zweistündigen Fahrradtour beantwortet. Und beim großen Finale an der versteckten Kirschwiese im verschlafenen „Drei-Bezirke-Eck“ Pankow, Prenzlauer Berg, Wedding konnten sich alle von der längst vergessenen Vielfalt heimischer Kirschsorten überzeugen und ihre mitgebrachten Sammelbehälter nach Herzenslust befüllen.

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