Waldmeister
Galium odoratum
Familie
Rötegewächse
Herkunft
Europa, Nordwest-Asien
Anzahl der Sorten
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Reife- und Erntezeit
März bis Juni
Gut zu wissen
Waldmeister gilt als die Vanille des Waldes.

 

Waldmeister SteckbriefWaldmeister, ein typisches Maikraut, ist essenzielle Zutat für die beliebte Maibowle. Dabei ist er weder essbar noch frisch gepflückt zu verwenden. Vielmehr aromatisieren seine angewelkten Blätter Getränke oder Süßspeisen. Reibt man die Blätter zwischen den Händen, offenbart sich der charakteristische Waldmeistergeruch. Verantwortlich für das vanilleartige Aroma ist der Pflanzensekundärstoff Cumarin, der beim Welken der Pflanzen freigesetzt wird.
Getrocknet als Tee hat Waldmeister eine entkrampfende, beruhigende aber auch blutverdünnende Wirkung. Auch soll er bei Unterleibsschmerzen, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen Linderung verschaffen. Doch ist hier Vorsicht geboten: Eine zu hohe Dosis des Wirkstoffs Cumarin kann wiederum Kopfschmerzen auslösen. Als Richtwert empfehlen sich etwa drei Gramm des Krauts auf einen Liter Flüssigkeit.

Waldmeister sollte möglichst vor der Blüte geerntet werden, da der Cumarin-Gehalt während der Blütezeit ansteigt. Anzutreffen ist er in schattigen Laubwäldern und besonders häufig in Buchenwäldern.